Wenn es nach Sahra Wagenknecht geht, dann haben Reiche im Allgemeinen und Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, im Besonderen keinen Anspruch auf Privatsphäre und Steuergeheimnis. In diese Richtung äußerte sie sich am vergangenen Donnerstag bei Maybrit Illner.
Bleibt nur zu klären, ab wann man denn reich oder berühmt ist. Dann steht der Ungleichbehandlung reicher und berühmter Steuerpflichtiger in Deutschland nichts mehr im Weg. -)
Samstag, 15. Februar 2014
Montag, 10. Februar 2014
Die Schweiz schottet sich ab!
Alle regen sich darüber auf, dass die Schweiz sich abschotten will. Wirtschaftlich betrachtet, dürfte sich die Schweiz damit ins Abseits stellen.
Aber hat jemand einmal darüber nachgedacht, dass gerade die deutsche Politik die Schweiz ziemlich lautstark angegangen ist statt auf Diplomatie zu setzen? War es nicht ein deutscher Finanzminister und späterer Kanzlerkandidat, der die Kavallerie in Marsch setzen wollte?
Ich möchte nicht ausschließen, dass der Ausgang der Volksabstimmung am gestrigen Sonntag auch durch die "Strategie" der deutschen Politik der letzten Jahre ausgelöst ist.
Aber hat jemand einmal darüber nachgedacht, dass gerade die deutsche Politik die Schweiz ziemlich lautstark angegangen ist statt auf Diplomatie zu setzen? War es nicht ein deutscher Finanzminister und späterer Kanzlerkandidat, der die Kavallerie in Marsch setzen wollte?
Ich möchte nicht ausschließen, dass der Ausgang der Volksabstimmung am gestrigen Sonntag auch durch die "Strategie" der deutschen Politik der letzten Jahre ausgelöst ist.
Samstag, 8. Februar 2014
Das war eine aufregende Woche
Hätte man mir letzten Samstag gesagt, dass ich in der kommenden Woche
ein Interview für den Kölner Stadt-Anzeiger gebe, danach von dpa
interviewt werde und dann auch noch gleich an drei Abenden im Fernsehen
bin, hätte ich nur den Kopf geschüttelt.
Es war eine interessante, aber auch anstrengende Woche. Ich habe - besonders am Donnerstagabend - sehr interessante Leute kennengelernt, die nicht alle meiner Meinung sind, was die Selbstanzeige anlangt. Da ihre Argumente jedenfalls nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen sind, müssen sich die Befürworter aus Politik, Behörden und Beraterschaft ins Zeug legen und - soweit noch nicht geschehen - auch outen. Das gilt besonders für Mitarbeiter der Finanzverwaltung im Allgemeinen und der Steuerfahndung im Besonderen.
Es war eine interessante, aber auch anstrengende Woche. Ich habe - besonders am Donnerstagabend - sehr interessante Leute kennengelernt, die nicht alle meiner Meinung sind, was die Selbstanzeige anlangt. Da ihre Argumente jedenfalls nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen sind, müssen sich die Befürworter aus Politik, Behörden und Beraterschaft ins Zeug legen und - soweit noch nicht geschehen - auch outen. Das gilt besonders für Mitarbeiter der Finanzverwaltung im Allgemeinen und der Steuerfahndung im Besonderen.
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Dienstag, 4. Februar 2014
Interview zu Alice Schwarzer (mit mir.-)
Hallo liebe Leser,
ich melde mich zurück - mit einem Interview zum Fall Alice Schwarzer. Man findet es online hier:
http://www.mz-web.de/politik/interview-zu-steuersuendern-steuerflucht-ist-keine-frage-von-vermoegen,20642162,26077982.html
ich melde mich zurück - mit einem Interview zum Fall Alice Schwarzer. Man findet es online hier:
http://www.mz-web.de/politik/interview-zu-steuersuendern-steuerflucht-ist-keine-frage-von-vermoegen,20642162,26077982.html
Samstag, 28. September 2013
Walter-Borjans will sich mit fremden Federn schmücken
Er hat es wieder getan: Norbert Walter-Borjans - so berichtet der
Bonner General-Anzeiger - in seiner heutigen Ausgabe behauptet auch
weiter, dass die aktuelle Flut von Selbstanzeigen auf der Furcht von
Anlegern vor Entdeckung aufgrund von Daten-CDs beruht.
Lieber Herr Walter-Borjans, der Wahlkampf ist vorbei. Die Flut der Selbstanzeigen beruht auf der Weißgeldstrategie der Schweizer Banken. Die drohen ihren Kunden mit Rauswurf, wenn sie nicht unverzüglich nachdeklarieren.
Bitte schmeißen Sie keine Millionen für fragwürdige Deals über Daten zum Fenster raus. Die paar Großanleger, die jetzt noch durchs Raster fallen (können), gehen Ihnen über kurz oder lang noch ins Netz.
Lieber Herr Walter-Borjans, der Wahlkampf ist vorbei. Die Flut der Selbstanzeigen beruht auf der Weißgeldstrategie der Schweizer Banken. Die drohen ihren Kunden mit Rauswurf, wenn sie nicht unverzüglich nachdeklarieren.
Bitte schmeißen Sie keine Millionen für fragwürdige Deals über Daten zum Fenster raus. Die paar Großanleger, die jetzt noch durchs Raster fallen (können), gehen Ihnen über kurz oder lang noch ins Netz.
Donnerstag, 9. August 2012
NRW kann es nicht lassen - Erneuter Kauf von Steuer-CDs
Völlig unbeeindruckt vom Ratifizierungsverfahren zum Deutsch-Schweizerischen Steuerabkommen hat NRW nun zwei weitere CDs mit Daten von Kunden der UBS und einer weiteren Bank in der Schweiz gekauft. Vorausgegangen sein soll der Kauf von zwei CDs im Juli, darunter eine mit Daten von Kunden der Bank Coutts.
Die CD betreffend die UBS soll auch Informationen zu Stiftungen enthalten, die deutsche Staatsbürger benutzt haben sollen. Zahlreiche solcher Stiftungen sind im Jahre 2005 zur Umgehung der EU-Zinssteuer, die auch von Schweizer Banken auf Anlagen von EU-Bürgern abzuführen ist, gegründet worden.
Der Handel mit Daten von deutschen Bankkunden mit Kontoverbindung in der Schweiz entwickelt sich zu einer neuen Industrie. Kein Kunde ist davor wirklich geschützt, mögen die Sicherheitsvorkehrungen der Banken auch noch so gut sein. Vor kriminellen Mitarbeitern ist nämlich niemand gefeit.
Es hilft aber alles nichts: Auch geklaute Daten sind verwertbar. Jedenfalls begründen sie nach Auffassung des BVerfG einen sog. Anfangsverdacht, der zur Aufnahme von Ermittlungen berechtigt.
Donnerstag, 2. August 2012
Steuerhinterziehung durch Unterlassen, Selbstanzeige und Festsetzungsverjährung
Teile der Finanzverwaltung wollen
Neuland betreten. Der Fall: Erben haben im Jahre 2008 neben einer
unvollständigen Erbschaftsteuererklärung - das geerbte Konto in der
Schweiz wurde nicht deklariert - auch eine Steuerhinterziehung durch
Unterlassen begangen, weil sie die Einkommensteuererklärungen der
verstorbenen Mutter, die natürlich die Erträge aus der Geldanlage in der
Schweiz nicht erklärt hatte, nicht für den noch nicht
festsetzungsverjährten Zeitraum berichtigt haben, wonach sie ja nach §
153 AO verpflichtet sind.
Nun
erstatten die Erben im Januar 2012 eine umfassende Selbstanzeige, in
der sie - soweit Festsetzungsverjährung noch nicht eingetreten ist -
auch die fraglichen Einkommensteuererklärungen der verstorbenen Mutter
korrigieren. Nach den Regeln der §§ 169 ff. AO ist für Jahre bis 2000
einschließlich Festsetzungsverjährung eingetreten.
Allerdings
meint die Finanzverwaltung nun, es sei bis 1997 zurückzugehen, weil die
Jahre 1997 bis 2000 im Jahre 2008 - Jahr der Unterlassungstat - noch
nicht festsetzungsverjährt gewesen seien.
Wollen
wir hoffen, dass die eingehende Erläuterung der §§ 169 ff. AO, die ich
zu den Akten gereicht habe, zur Kenntnis genommen wird. Die
Fesetzungsverjährung "klebt" am Steueranspruch und wird insebsondere
durch einen Erbfall weder gehemmt noch neu in Gang gesetetzt.
Übrigens:
Andere Damen und Herren der Finanzverwaltung NRW teilen mein
Kopfschütteln über die Rechtsansicht ihrer Kollegen und wundern sich
über deren mangelnde Rechtskenntnis.
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