Hätte man mir letzten Samstag gesagt, dass ich in der kommenden Woche
ein Interview für den Kölner Stadt-Anzeiger gebe, danach von dpa
interviewt werde und dann auch noch gleich an drei Abenden im Fernsehen
bin, hätte ich nur den Kopf geschüttelt.
Es war eine
interessante, aber auch anstrengende Woche. Ich habe - besonders am
Donnerstagabend - sehr interessante Leute kennengelernt, die nicht alle
meiner Meinung sind, was die Selbstanzeige anlangt. Da ihre Argumente
jedenfalls nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen sind, müssen sich
die Befürworter aus Politik, Behörden und Beraterschaft ins Zeug legen
und - soweit noch nicht geschehen - auch outen. Das gilt besonders für
Mitarbeiter der Finanzverwaltung im Allgemeinen und der Steuerfahndung
im Besonderen.
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Samstag, 8. Februar 2014
Das war eine aufregende Woche
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Sonntag, 15. Juli 2012
NRW erwägt Kauf weiterer Steuer-CDs
as berichtet u.a. das Magazin "Der
Spiegel". Und eine mit Daten von deutschen Kunden der Privatbank Coutts
soll schon erworben worden sein.
Ich glaube, dass dieses Vorgehen aktuell vor allen Dingen einem Ziel
dient: Das Abkommen mit der Schweiz zur Regularisierung von Schwarzgeld
soll den Wünschen von SPD und Grünen entsprechend torpediert werden.
Update:
Die Schweiz pocht ausweislich eines Artikels auf Spiegel Online vom
15.7.2012 während des Ratfizierungsprozesses auf die Einhaltung der
Abkommensregeln. Recht hat sie. Wer aber manchen SPD-Politikern zuhört,
wird feststellen, dass denen Völkerrecht und auch das innerstaatliche
Recht anderer Länder völlig egal sind. Mit einem breiten Grinsen
quittieren sie den Vorhalt, dass man mit der Anstiftung zum
Datendiebstahl in der Schweiz an einer Straftat nach Schweizer Recht
teilnehme.Der Zweck heiligt die Mittel. Da muss man sich nicht wundern,
dass auch das Grundgesetz niemanden mehr schert, wenn es um "große
Dinge" geht, für die Bürger und das von ihnen gewählte Parlament zu blöd
sind.
Donnerstag, 5. April 2012
Update Deutsch-Schweizerisches Steuerabkommen
Das Handelsblatt und auch der Spiegel melden, dass eine Einigung zwischen Deutschland und der Schweiz erzielt ist.
Die
"Pauschalsteuern" sollen nun zwischen 21 und 41 Prozent liegen. Bislang
waren 19 bis 34 Prozent vereinbart. Zusätzlich sind nun auch
Erbschaften einbezogen. Deutsche Erben von Schwarzgeldkonten in der
Schweiz sollen entweder
pauschal einen 50-prozentigen Steuerabzug hinnehmen - oder aber ihre
Erbschaft gegenüber dem deutschen Fiskus offenlegen.
Es
bleibt abzuwarten, ob SPD und Grüne zustimmen. SPD-Chef Gabriel meint,
das Abkommen müsse rückwirkend in Kraft gesetzt werden, damit
verhindert wird, dass "Steuerbetrüger" ihr Kapital noch vor der
geplanten
Besteuerung aus der Schweiz in eine andere Steueroase wegschafften.
„Wenn die Schweiz nicht bereit ist, das zu unterbinden, sehe ich keine
Chance, dass wir das unterschreiben“, sagte Gabriel nach einem Zitat im
Handelsblatt wörtlich.
Sonntag, 11. September 2011
NRW will das Steuerabkommen mit der Schweiz im Bundesrat verhindern
Nach neuesten Berichten will das Land NRW das vor einigen Wochen paraphierte Abkommen mit der Schweiz betreffend in der Schweiz "schwarz" angelegte Gelder im Bundesrat verhindern.
"Schwere Straftäter" kämen sonst durch die ohnehin verfassungswidrigen Abkommensbestimmungen viel zu billig weg sagt NRW- Finanzminister Norbert Walter-Borjans. Und gleich nennt er dann auch wieder Namen von Banken, bei denen bislang noch unbekannte Daten geklaut worden sind (Credit Suisse und Julius Bär).
Ich glaube, unsere Behörden würden mit dem Abkommen besser fahren, weil sie dann wirklich von allen Steuerhinterziehern Geld bekämen. So bekommen sie nur welches von denen, deren Namen in den geklauten Datensätzen enthalten ist. Und ermitteln müssen sie obendrein. Das bedeutet sehr viel Arbeit für die ohnehin schon ziemlich ausgelasteten Fahndungs- und Veranlagungsfinanzämter.
Siehe auch:
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5i42x1sRURqGo4agZLll8WI_JAIBw?docId=CNG.d066624783a66053551759ff89c70562.4b1
Siehe auch:
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5i42x1sRURqGo4agZLll8WI_JAIBw?docId=CNG.d066624783a66053551759ff89c70562.4b1
Montag, 21. Juni 2010
"Selbstanzeige steht vor der Reform"
Das ist der Titel meiner Besprechung der Reformvorschläge von Bundestagsparteien und -fraktionen im AO-StB 2010, 163 f.
Samstag, 24. April 2010
Update: SPD will Selbstanzeige abschaffen!
Aus der Opposition heraus kann man so manchen schlechten Vorschlag unterbreiten. Daher hat die SPD-Bundestagsfraktion nun den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der Abgabenordnung eingebracht, dessen einziges Anliegen die völlig Abschaffung der Selbstanzeige zum 1.1.2011 ist.
Das kann man hier nachlesen:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/014/1701411.pdf
Mit Sicherheit haben die Damen und Herren Abgeordneten dieses Thema nicht mit Mitarbeitern der Finanzverwaltung besprochen. Die sind von dem Vorschlag nämlich gar nicht begeistert und wissen aufgrund ihrer praktischen Erfahrung, dass die Selbstanzeige so manche langwierigen Ermittlungen überflüssig macht.
Das kann man hier nachlesen:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/014/1701411.pdf
Mit Sicherheit haben die Damen und Herren Abgeordneten dieses Thema nicht mit Mitarbeitern der Finanzverwaltung besprochen. Die sind von dem Vorschlag nämlich gar nicht begeistert und wissen aufgrund ihrer praktischen Erfahrung, dass die Selbstanzeige so manche langwierigen Ermittlungen überflüssig macht.
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